Wandern rund um Freiburg: Von Wittnau durch das Hexental

Unweit von Freiburg entfernt befindet sich das schöne Örtchen Wittnau in der Mitte des Hexentals, das sich von Freiburg zwischen dem 644 Meter hohen Schönberg und den Westhängen des Hochschwarzwaldes über Wittnau bis nach Ehrenstetten erstreckt. Durch seine Lage hat man dort einen wundervollen Blick auf das Panorama des Südschwarzwalds.

Für unsere Wanderung haben wir uns eine Teilstrecke des Bettlerpfads ausgesucht. Der Bettlerpfad ist ein ca. 27 Kilometer langer historischer Wanderweg, der von Merzhausen bei Freiburg im Breisgau durch das Hexental und den Norsinger Grund nach Badenweiler im Markgräflerland führt.

Wir beginnen unsere Wanderung am Gallushaus Wittnau und folgen dem Kirchweg Richtung der Kirche Witunauia. Vor der Kirche biegen wir links auf die Straße „In den Haslen“ ab. Von nun an wandern wir auf dem Bettlerpfad. In seiner zweiten Etappe führt uns der Bettlerpfad Richtung Bollschweil.

Wir folgen den mit der gelben Raute markierten Weg an allen Kreuzungen und Abzweigungen durch den Grabenbruch des Hexentals stets gerade aus. Auf unserem Weg nach Bollschweil kommen wir auf dieser Strecke an einer kleinen Mariengrotte mit Brunnen vorbei.

Bei Bollschweil angekommen, entdecken wir auf linker Seite einen kleinen Holzstand. Dort hat ein Landwirt allerlei Köstlichkeiten, wie frischen Feldsalat und Honig zum Verkauf ausgelegt. Mit einer Portion Feldsalat im Gepäck setzen wir unsere Wanderung fort.

Durch den Wald steigen wir leicht bergauf zum Friedhof Bollschweil, an dem wir gerade aus in den Ölbergweg laufen. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts in die General-von-Holzing-Straße ab, die uns durch ein Wohngebiet führt. Von dort gelangen wir zum Schloss Bollschweil, welches sich im Privatbesitz befindet und leider nicht besichtigt werden kann.

An der Schlossmauer rechts vorbei, gelangen wir nun zur Hexentalstraße, der wir Richtung Ortskern folgen. Somit verlassen wir auch den Bettlerpfad, der hier über einen Feldweg weiter nach Staufen führt. Im Dorf angekommen, erreichen wir die Pfarrkirche St. Hilarius, welche im Jahr 1844 erbaut wurde. Gegenüber der Kirche findet sich ein Obststand, an dem es verschiedene Apfelsorten zu kaufen gibt. Gar nicht so einfach, sich für eine Sorte zu entscheiden.

Nachdem sich zwei Äpfel zu dem bereits vorher gekauften Feldsalat gesellt haben, laufen wir entlang der Landstraße Richtung Sölden. Kurz nach Ortsausgang Bollschweil verlassen wir jedoch die Straße und biegen links auf ein Wiesenweg ab, der uns in ein Wald hineinführt. Auf einem kurzen Stück geht es nun über den etwas matschigen Waldweg hinauf Richtung eines Wanderparkplatzes. Ab dort halten wir uns auf dem Fuß- und Radweg neben der Hexentalstraße wieder weiter in Richtung Sölden.

In Sölden angekommen, entdecken wir das dortige Kloster und den dazugehörigen schönen Klostergarten. Das Cluniazenserinnenpriorat Sölden wurde um 1115 durch die Übertragung eines bestehenden, in Bollschweil angesiedelten Frauenkonvents begründet, welches im Jahr 1807 aufgrund der Säkularisation aufgelöst wurde.

Von Sölden geht es erneut entlang der Hexentalstraße weiter nach Wittnau. Auf einem Feldweg verlassen wir nach links die Landstraße und streben Wittnau zu. Durch ein Wohngebiet gehend erreichen wir wieder unseren Startpunkt.

Die 11 Kilometer lange Wanderung ist leicht zu gehen, auf der Strecke befinden sich keine signifikanten Steigungen. Die Rundwanderung führt auf markierten Natur- und Asphaltwegen durch Wiesen, Wälder und Dörfer. In jedem der zu durchquerenden Ortschaften, kann man wunderbar einkehren, für das kulinarische Wohl ist also gesorgt. Im Sommer empfehle ich Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung, da es auf der Tour nur wenig schattige Streckenabschnitte gibt.

Literatur:

·         „Vergessene Pfade Kaiserstuhl und Markgräfler Land“ von Rainer D. Kröll, erschienen im Bruckmann Verlag, Tour 22

Kartenmaterial:

·         Karte des Schwarzwaldvereins, W247 Freiburg

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