Rund um Tharandt

Die Stadt Tharandt liegt im östlichen Teil des Erzgebirges in Sachsen. Das Erzgebirge eignet sich dank 5.000 Kilometer markierter Wanderwege ideal für einen aktiven Urlaub und so war es für uns klar, dass wir dort in unserem Urlaub einen kleinen Aufenthalt einplanen werden.

Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof in dem kleinen Örtchen Coßmannsdorf, ein Dorf in der Nähe von Tharandt. Zuerst geht es in das nahegelegene Einkaufscenter, uum uns für unsere Wanderung zu stärken. Versorgt mit belegten Brötchen und einem Cappuccino machen wir uns auf den Weg. Nach ein paar Meter verlassen wir die Straße und wandern entlang des Flusses „Rote Weißeritz“ Richtung Somsdorfer Klamm. Während der Verkehrslärm langsam nachlässt, genießen wir die fremde Umgebung.

An der Somsdorfer Klamm angekommen erwartet uns ein schmaler Weg entlang eines Baches bergaufwärts. Über Stege und mit Drahtseil versicherten Stellen erklimmen wir die Klamm. Die Stege bringen meine Höhenangst ans Licht und treiben den Puls in die Höhe. Doch Zeit zum Erholen gibt es nicht. Steinerne Treppenstufen führen uns entlang der Teufelskuppe hinauf zur Teufelskanzel. Die Aussicht dort ist zwar durch den Bewuchs deutlich eingeschränkt, aber nach der kurzen Kletterpassage macht eine kurze Rast einfach Spaß.

Hinauf zur Teufelskanzel

Durch den Wald geht es nun Richtung Somsdorf. Entlang ortstypischer Häuser und Höfen geht es durch den Ortskern hindurch, bis wir rechts in den schmalen Pfarrweg abbiegen. Schon sind wir wieder mitten in der Natur. Typisch für eine Anhöhe pfeift der Wind über den Feldweg. Nachdem wir unsere Jacken angezogen haben, genießen wir noch kurz die Aussicht und wandern entlang eines langgezogenen Maisfelds Richtung Tharandt. Über eine Wiese (Wanderweg S0) erreichen wir den Rastplatz Sonnentempel.

Von dort nehmen wir den Wanderweg S1 durch den Wald bergab Richtung Tharandter Schlossteich. Weiden lassen ihre Ästen in den Teich hängen und die Sonne spiegelt sich im Wasser, während im Hintergrund die Burgruine Tharandt zu sehen ist – ein schöner Anblick.

Entlang der Pienner Straße und Akademieweg geht es nun Richtung Treppenaufgang zur Burgruine Tharandt. Die Burgruine Tharandt ist eine Stätte der Burgenromantik des 19./20. Jahrhunderts und nur noch wenige bauliche Reste sind erhalten. Jedoch hat man von hier oben eine tolle Aussicht auf die umliegenden herbstlichen Wälder und die Stadt Tharandt. Neben der Burgruine befindet sich das Tharandter Schloss, bei welchem es sich um ein mehrfach umgebautes, romantisches Wohnschloss im Tudorstil aus dem 19. Jahrhundert handelt. Von außen wirkt es etwas heruntergekommen, fast schon wie ein Lost Place, aber es wird schrittweise saniert, was im Innern wohl inzwischen weitestgehend abgeschlossen ist.

herbstliches Tharandt
Schloss Tharandt

Nun hätte unsere Wanderung weiter dem Wanderweg S1 auf dem Brüderweg folgen sollen. Jedoch ist dieser derzeit aufgrund Sturmschäden gesperrt. Von daher blieb uns leider nicht anderes übrig, als die Wanderung auf dem Leitenweg Richtung Coßmannsdorf fortzusetzen. Der Leitenweg ist eine typische Forststraße, die leider wenig Abwechslung bringt und sich daher die letzten Kilometern etwas ziehen. Der Brüderweg mit seinen schmalen, steinigen Passagen inklusive Hilfsseile und Stegen wäre der krönende Abschluss einer sonst sehr gelungenen Wanderung gewesen.

Die 11,1 Kilometer lange Strecke ist gut zu gehen. Sie erfordert bis auf den kleinen Abschnitt in der Somsdorfer Klamm kein technisches Können, jedoch ist in der Klamm Trittsicherheit nicht fehl am Platz. Absolute Highlights sind definitiv die Somsdorfer Klamm, die Burgruine und das Schloss Tharandt.

Links:

. https://www.komoot.de/tour/496080539?ref=itd

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